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Sektion der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG)

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Die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit in der Dermatologie (AGN) e.V. unterstützt aktiv die nachhaltige Transformation des Gesundheitssektors. Seit 2020 erarbeitet sie kontinuierlich nachhaltige Maßnahmen für den Klinik- und Praxisalltag und bündelt Informationen zu schädlichen Inhaltsstoffen in frei verkäuflichen Externa.

 

Treibhausgasemissionen durch den Gesundheitssektor

 

Weltweit ist der Gesundheitssektor mit ca. 5% an den anthropogen verursachten Treibhausgasemissionen (Kohlendioxidäquivalente [CO2e]) beteiligt.¹ Mittlerweile gilt es als wahrscheinlich, dass die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad nicht mehr einzuhalten ist.² Dies bedeutet, dass auch in Deutschland in den nächsten Jahren Dürren, Überflutungen und Unwetter zunehmende Risiken darstellen. Diese Erkenntnis macht deutlich, dass jedes Zehntelgrad der Erderwärmung verhindert werden muss. Der Gesundheitssektor ist jetzt aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen, um Patient:innen zu schützen, seine wachsende Überlastung zu reduzieren und um sich – letztendlich – nicht durch fehlende Eigeninitiative selbst in Frage zu stellen.

Plastik ist umweltschädlich und trägt erheblich zum Klimawandel bei

 

Relevanter Mitverursacher der Klimakrise ist die Verschmutzung unseres Planeten durch Plastik. Die Bedeutung der weltweiten Kunststoffproduktion durch fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas wurde bisher deutlich unterschätzt. Betrug der Anteil der Plastikproduktion am weltweiten Ausstoß von CO2e bereits 2015 ca. 4,5 %, wird ein Anstieg der Plastikproduktion um 40 % zwischen 2015 und 2030 prognostiziert.³
Weiterhin mehren sich Hinweise, dass einige Kunststoffe, darunter auch Mikroplastik in Externa sowie Zusatzstoffe (Additiva) in Kunststoffen erhebliche Gesundheitsgefahren darstellen können. Die Akkumulation dieser Stoffe findet seit Jahrzehnten in der Umwelt statt.

 

 

Handlungsaufruf

 

Es stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob das Gesundheitssystem nachhaltige Maßnahmen einführt, sondern wie und in welchem Zeitraum sie umgesetzt werden können.
In Anbetracht der Dringlichkeit bedarf es einer konzertierten Umsetzung durch alle Mitarbeiter:innen des Gesundheitssystems. Als Multiplikator:innen können sie einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der gesamten Bevölkerung und der Gesundheit eines jeden Individuums leisten.

 

 

Literatur:

1.    Watts N, Amann M, Arnell N et al (2019) The 2019 report of The Lancet Countdown on health and climate change: ensuring that the health of a child born today is not defined by a changing climate. Lancet 394(10211):1836–1878

 

2.    Liu PR, Raftery AE (2021) Country-based rate of emissions reductions should increase by 80% beyond nationally determined contributions to meet the 2 C° target. Commun Earth Environ. https://doi.org/10.1038/s43247-021-00097-8

3.    Cabernard L., Pfister S., Oberschelp C. et al (2022) Growing environmental footprint of plastics driven by coal combustion. Nat Sustain 5, 139–148
https://doi.org/10.1038/s41893-021-00807-2

Unsere Ziele

Die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit in der Dermatologie (AGN) e.V. unterstützt konkrete Schritte zu einer deutlichen Reduktion von Mikro- und Makroplastik  in dermatologischen Kliniken und Praxen. In regelmäßigen Abständen werden daher Informationen, Neuigkeiten und Links rund um das Thema und weitere nachhaltige Themen auf dieser Homepage online gestellt.

"Surgery waste"

Die niederländische Künstlerin Maria Koijck inmitten der verbrauchten Einmalprodukte einer Operation nach ihrer Brustkrebserkrankung.

Foto Künstlerin NL Maria Koijck NL.JPG

Mit freundlicher Genehmigung von: Maria Koijck

 

www.mariakoijck.com

Mehr zur Entstehung des Fotos

Climate Change for Physicians
Implications for Patient Care

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Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit in der Dermatologie (AGN) e.V., Guntramstraße 8, 79106 Freiburg

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